Nach einer Latissimus-dorsi-Rekonstruktion muss der BH auch zur Rückenwunde und zur Achselregion passen. Bei zusätzlichem Implantat oder Eigenfett kommen weitere Anforderungen hinzu.
Was passiert bei diesem Verfahren?
Der große Rückenmuskel wird mit Gewebe zur Brust geschwenkt. Häufig bleibt seine Blutversorgung im Bereich der Achsel erhalten. Je nach benötigtem Volumen wird ein Implantat ergänzt oder später Eigenfett eingebracht. Damit ist der LD-Lappen ein gestieltes Verfahren und unterscheidet sich von freien Lappen wie DIEP.
Rücken
Bei Bedarf ergänzt durch Implantat oder Eigenfett.
Die versorgende Gefäßverbindung bleibt beim Verlagern bestehen.
Brust
Das übertragene Gewebe wird zum Brustaufbau geformt.
Bruststützung und Versorgung der Entnahmestelle werden getrennt festgelegt.
Schematische Darstellung ohne anatomischen Maßstab. Sie zeigt das Prinzip, keine individuelle OP- oder Druckanweisung. Quellen und Varianten stehen im begleitenden Text.
Die typische Situation nach der OP
Brust, seitlicher Übergang und Rücken können empfindlich sein. Drainagen und Flüssigkeitsansammlungen an der Entnahmestelle sind mögliche Nachsorgethemen. Auch Schulterbeweglichkeit und physiotherapeutische Vorgaben sind für das Anziehen relevant.
Was kann der BH leisten – und wo liegen Grenzen?
Der BH soll nach Freigabe unterstützen. Ein Rückenband darf nicht genau auf einer empfindlichen Entnahmenarbe scheuern. Die erhaltene Gefäßverbindung unter der Achsel muss berücksichtigt werden. Ein möglicher Implantatgurt ist eine zusätzliche Entscheidung, kein notwendiger Bestandteil jedes LD-Aufbaus.
Passform und Druckzonen
Prüfen Sie breite Träger und einen Frontverschluss, aber auch die Höhe des Rückenteils. Ein „hoher Rücken“ ist nur dann hilfreich, wenn seine Kanten günstig liegen. Beim Anziehen sollten die erlaubten Armbewegungen eingehalten werden; Hilfe kann anfangs sinnvoll sein.
- 01Träger & Schultern
- 02Cups & Abdeckung
- 03Unterbrustband & Nahtlage
Die für dieses Verfahren wichtigen Druckzonen sind im Text beschrieben.
Wie lange wird der BH getragen?
Klinikprotokolle unterscheiden sich deutlich. East Kent nennt bis zu drei Monate und 23 Stunden täglich. Gateshead beschreibt einen komfortablen BH ohne universelle Wochenzahl. Diese Unterschiede zeigen, weshalb der eigene Operationsplan maßgeblich ist.

Was ist belegt?
Lokale klinische Nachsorgeempfehlungen, keine einheitliche Fachgesellschaftsleitlinie zur BH-Tragedauer.
Warnzeichen: Wann Hilfe nötig ist
Sofort das operierende Team kontaktieren: rasch zunehmende einseitige Schwellung, starke neue Schmerzen, eine auffällig blasse, bläuliche, dunkle oder kühle Hautstelle, Nachblutung, offene Wunde, Fieber mit Wundrötung oder eitriges Sekret. Nach Lappenrekonstruktion sind neue Farb- oder Temperaturänderungen besonders dringlich.
Bei Atemnot, Brustschmerz, Kollaps oder schwerer akuter Verschlechterung: 112. Nicht erst auf einen Beratungstermin zur BH-Größe warten. Einen schmerzhaft einschnürenden BH nicht weiter festziehen; bei akuter Druckbelastung vorsichtig entlasten und die medizinische Versorgung klären. Verbände und Drainagen nicht eigenständig verändern.
Die individuelle ärztliche Anweisung hat Vorrang: Das OP-Team kennt Nahtführung, Gefäßanschlüsse, Gewebequalität und mögliche Zusatzverfahren. Bei widersprüchlichen Angaben die Vorgabe klären lassen.
Häufige Fragen zu Latissimus-dorsi-Rekonstruktion
Warum muss ich den Rücken des BHs ansehen lassen?
Braucht jeder LD-Lappen ein Implantat?
Ist die Achselregion nur eine Nebensache?
Kann ich ein Serom am Rücken mit einem BH behandeln?
Sind drei Monate für alle vorgeschrieben?
Muss ich den BH nachts tragen?
Was tun, wenn der BH plötzlich enger wird?
Wann darf ich wieder einen Bügel-BH tragen?
Quellen und Einordnung
- Klinische Patienteninformation · Gateshead
Latissimus Dorsi Flap Reconstruction - Klinisches Nachsorgeprotokoll · East Kent
What is Latissimus Dorsi Flap Breast Reconstruction? - Klinische Patienteninformation · CUH
Cambridge University Hospitals: Breast reconstruction
Redaktioneller Stand: 20. September 2026. KI-gestützt recherchiert und aufbereitet. Herausgeber: Dermamedix. Redaktionsgrundsätze und kommerziellen Zusammenhang lesen.
